Generalversammlung und Ausflug nach Brünn

Begonnen hat es mit Briefen an Servas-Mitglieder in Brno. Wir wollten uns mit einem oder mehreren treffen. Allerdings hatten auch die Freunde dort drei freie Tage und sind auch ihrerseits ausgeflogen. Aber Jan hat nicht bloß geantwortet, er wollte uns auch sehen.

Hedwig ist gründlich und hat jedenfalls schon am 9. April drei Freundinnen und ihren Quotenmann sozusagen probeweise in die Stadt geführt – und dann gleich eine Stadtführung für den 30. im Alten Rathaus bestellt.

Fact finding mission in Brno
Vorhut, fact finding mission oder so, 9.4.2017

Der Reihe nach ist aber zunächst die dritte Generalversammlung angestanden, am 29. April im Gasthaus „Zum Wohl“ beim Westbahnhof. Mit 20 TeilnehmerInnen waren wir ca. doppelt so viel wie beim letzten Mal. Wenn es so weitergeht, müssen wir für die vierte von jetzt weg gehörig wachsen, um diese Steigerungsrate durchzuhalten. Aber Vereinsmeier wurden bei der Versammlung kurz gehalten. Wir haben vor allem Doro, Walter und Lucia „entlastet“, wie das so amtsdeutsch heißt, und gleich für weitere drei Jahre verlängert. Auch die Finanzen wurden von Hans in schöner Ordnung gefunden. Vor allem aber haben wir intensive Gespräche in sehr kleinen Gruppen geführt – und irgendwie hat sich dort, wo ich gesessen bin, herausgestellt, dass wir für ein Treffen nächstes Jahr zum 100. Jahrestag des Ende von Krieg und Monarchie – im Rahmen von Alpe-Adria – wohl die nötigen Kräfte finden dürften.

Zum Abschluss gebracht haben wir die Generalversammlung jedenfalls mit Musik, gesungen und auf der Gitarre begleitet von unserem neu aus Amerika zugewanderten Mitglied Renée. Wein, Saft und Kuchen standen da auch bereit, wir waren da nämlich schon bei Hedwig in der Josefstädter Straße.

„Zurück“ nach Brünn gefahren sind wir dann, immerhin noch ein starkes Dutzend, am nächsten Tag, am Samstag, den 30. April, mit der Bahn. Knapp eineinhalb Stunden bloß von Wien – von Prag aus braucht man eine Stunde länger, sagt Jan, den wir beim Alten Rathaus, am Ausgangspunkt der Stadtführung, beim Brünner Drachen, der da im Torweg hängt, getroffen haben. Jan spricht besser Deutsch als unser Walter Tschechisch, und das heißt: mehr als recht gut.


Im railjet der CSD                                   Klein-Lorenz mit Opa Frank

Brünn ist so ein Fall von „Nicht daheim und doch zu Hause“ – Straßen und Plätze ähnlich wie in Innsbruck, Kosice, Graz und Krakow, geplant oft von denselben Architekten, ausgestattet von denselben Künstlern. Und doch keins eine Kopie des andern. Wir sind nach der Führung durch das Zentrum noch hinaufgegangen zur Festung Spielberg, haben in der Sonne dort gespeist, dann sind wir noch ein Stück an die Peripherie zu den Villen gefahren und spaziert, haben geplaudert, Jan zugehört. Und weil wir nun einmal animalia socialia sind, haben wir uns wirklich wohl gefühlt (denn gut verstanden haben wir uns auch). Und durchschnittlich jung waren wir dank Klein-Lorenz (relativ) auch!


Stadtführung – Gruppenbild mit halber Säule – Jan hier in Großaufnahme. Ihm auch hier noch ein herzliches Danke!

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