Bei Sentierinsieme in den Vogesen

* von Hedwig Seyr-Glatz *

Vom 22. bis 28. Juni fand die diesjährige so benannte Servas-Wanderung statt.
Sie wird bereits seit den 80er Jahren als Friedens- und Freundschaftsveranstaltung abwechselnd von Servas Italien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz organisiert. Heuer waren wir – Lorenz Glatz und Hedwig Seyr-Glatz – zum ersten Mal dabei und gleich vollauf begeistert. Frankreich war an der Reihe, die Organisation durchzuführen und die französischen Freunde haben dies mit Bravour gemeistert.

Die ersten drei Tage dienen dem Wiederbegegnen, Kennenlernen und Eingehen. 80 Leute aus Frankreich, Belgien, der Schweiz, Italien, Deutschland waren dabei und als „Exoten“ wir zwei als einzige Österreicher, 4 Japanerinnen und wie immer zur Blutauffrischung einige junge TürkInnen.

Plaudern, Singen, Sprachen lernen, Spielen und natürlich Wandern zum Eingehen für die Dreitagetour waren die Hauptbeschäftigungen vom 22. bis zum 24. Juni in einer Art Jugendherberge in Luttenbach bei Munster, ca 30 km von Colmar entfernt.

Am Montag, dem 25.6., brachen wir dann auf, in zwei Gruppen aufgeteilt, allerdings nur mehr ca 50 Leute, „Trek hard“ und „Trek medium“, geführt vom Strassburger Jean Michel der erstere, und von Sabine, ebenfalls aus Strassburg, der zweitere, zu dem wir gehörten. Einige blieben in der Gegend und kamen am letzten Abend zum Treffen in der letzten Herberge.

Wir hatten die Rucksäcke für 3 Tage gepackt, weil wir jeden Abend in einer anderen Ferme Auberge übernachteten. Gewandert wurde in der mittleren Gruppe so ca. 5 bis 6 Stunden auf den ganzen Tag verteilt durch liebliche Landschaften, durch blumige Wiesen mit hohem Gras, gelben und lila Stiefmütterchen, Unmengen von rotvioletten Fingerhüten und hohen Königskerzen, durch Buchenwälder, entlang von Schluchten mit Granitblöcken fast wie im Wald-oder Mühlviertel, am Ufer von Stauseen, die zu meinem Leidwesen alle nicht „bebadet“ werden dürfen. Nach ca. 2 Stunden Wanderung machten wir immer gemütliche Pausen, das Lunchpaket hatten wir in den Herbergen bekommen.

Die „harte“ Gruppe ging um 2 Stunden länger, machte weniger Pausen und das Trekking etwas stressiger. Wir hatten schön Zeit und meist auch genug Atemluft zum Reden über das Leben im Allgemeinen, das Servas-Leben, Familie, Beruf, Freizeit usw. Abends spielten wir, da wir glücklicherweise einen Spielexperten, den Peter aus München, in unserer Gruppe hatten und es außerordentlichen Spaß machte, uns der Spielelust hinzugeben.

Die Freunde aus Frankreich hatten wirklich alles getan, um uns die Tage und die Begegnung mit lieben Menschen so entspannt genießen zu lassen.

Es lebe Servas Frankreich!

Es lebe Sentierinsieme!

Es lebe die internationale Freundschaft!

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