sag zum abschied leise servus und au revoir!

* von Heidi Schuster *

anne-therese und matthieu haben zum brunch geladen, bevor sie wieder weiterziehen.

wir haben ein wienerisch-mexikanisches frühstück genossen, noch viele gemeinsame erinnerungen und geschenke ausgetauscht, viel getratscht und gelacht und  zum abschluß eine wien-foto-session gemacht (und dabei noch mehr spaß gehabt).
es hat sich eine kleine internationale runde eingefunden, um die  beiden sehr aktiven servas-mitglieder zu verabschieden: eva&peter, david, heidi.

wir wünschen anne-therese und matthieu viele neuen begegnungen auf ihren reisen. kommt gesund wieder nach europa zurück,  und haltet uns mit reiseberichten auf dem laufenden!

und hier ein paar tatortfotos

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Alpe Adria 2010 am Wocheiner See. Ein Bericht

* von Heidi Schuster *

bohinj (wochein) – bohinjsko jezero (der wocheiner see), wie ein verschlafener traum liegt er vor uns.
naja. es hat schon beim hinfahren beim see von bled mit seiner insel und den dramatischen bergen angefangen. „wie im salzkammergut“, kam es aus unserem mund, und just in diesem augenblick fing es an zu regnen (wir haben es damit verschrien gehabt) und hat bis zu unserer heimfahrt nicht wieder aufgehört. auch am wocheiner see selbst nicht.

aber dorothea und boris hatten eine wunderbare unterkunft organisiert und haben trotz der misslichen wetterlage ein prächtiges programm gehabt. und wir sind servas – gemeinsam sind wir stark :-)). tagsüber gab es – regen hin, regen her – viel zu erforschen und anzuschauen. ein uraltkircherl mit so aparten fresken, dass manche gar nicht mehr rausgehen wollten. und am see fand gerade eine tv-reife (das fernsehen war auch wirklich da) rettungsübung im großen format.
ein ganz kurzer augenblick war dabei, wo wir uns dachten: „oh gott. was ist da passiert?“, so echt haben die leute geübt.

der abend war nach servas-tradition mit gesprächen, neue freunde kennenlernen, freunde herzlich zu begrüßen und singen ausgefüllt. die amici von servas italia sind ja stimmgewaltig. v.a. signor luigi gibt da die töne vor. und gabriella hat eine professionelle privatvorstellung gegeben – herrlich zu zuhören, auch wenn du kein italienisch oder wenig davon verstehst.

monika hat uns „auftanzen“ lassen. mit traditionellen tänzen aus aller welt, und immer mehr begeisterte servasianer(innen in der großen mehrheit) haben mitgemacht.

Also:
als rezept für weitere alpe-adria treffen:
mann/frau nehme
eine dorothea und einen boris, die sich um das praktische kümmern
holt sich die unterstützung von lorenz, der sich um das zahlentechnische kümmert
eine herrliche landschaft
eine buntgemischte und gutgelaunte gruppe von servas freunden
einen stimmgewaltigen luigi, der den ton vorgibt
ausgedruckte liedertexte
musik (live oder von der cd) und eine monika, die den takt gibt

und dann geht’s schon weiter – ähnlich gene kelly – mit “ singing and dancing in the rain“.

das nächste treffen kommt bestimmt – und kommt auch zeitgerecht auf die homepage, damit viele servas-freunde die möglichkeit haben, dort mitzumachen.
Heidi – Fotos 1
Heidi – Fotos 2

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Ein außergewöhnlich schönes Land. Über eine Neuseeland-Reise

* von Sophia Reisinger *

Wir haben zuerst die Südinsel bereist, wo wir keine Servas Hosts kontaktierten. Auf der Nordinsel nahm ich dann Kontakt per email mit Kennerley Roger und Maureen auf, die uns herzlich in Empfang nahmen, uns mit einem Abendessen verwöhnten, uns gute Tipps gaben und angeregte Gespräche über das Land, Maoris usw. führten. Wir blieben nur für eine Nacht, ich kam aber später auf ihr Angebot zurück, sie noch einmal zu besuchen, da ich ganz in der Nähe eine Reparatur meines Campervans zu erledigen hatte. Auch dabei waren sie sehr hilfsbereit und vermittelten eine angenehme, ruhige Atmosphäre.Einie Hosts auf der Coromandelhalbinsel, die ich kontaktierte, hatte keine Zeit, derzeit Gäste oder auch keine Lust, jemanden in Empfang zu nehmen. Auch bei einem Day-Host in Auckland hatten wir kein Glück – er rief nie zurück. Sehr liebevoll wurden wir von Goertz Bruce und Theresa empfangen, die uns Baylys Beach zeigten und deren Tochter, die gerade auf Besuch war, uns auch nach Hause zu sich in Auckland einlud. Wir blieben diesmal zwei Nächte. Insgesamt war es eine tolle Erfahrung mit Servas zu reisen, auch wenn einige Kontakte leider nicht zu Stande kamen und Neuseeland ist ein außergewöhnlich schönes Land!!

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Zurück ins Jahr 300. Ein Nachtrag

* von C&A Zimmer *

14-servas mitglieder trafen sich am 8.5.2010 am sogenannten picknickplatz bei st.margarethen im burgenland.

hier waren vor 21 jahren 600 ddr-flüchtlinge bei einem „paneuropäischen picknick“ unbehelligt von den ungarischen gulaschkommunisten über die grenze gegangen – sozusagen der anfang vom fall der berliner mauer. organisiert hatte das die paneuropa-union (1922 von richard nicolas coudenhove-kalergi mit sitz in wien gegründet) zusammen mit leuten des ungarischen demokratischen forums aus sopron/ödenburg.

die ossis ließen unter tränen ihre geliebten trabis in ungarn, um zu fuß bis st.margarethen zu kommen und von dort von den östereichischen und deutschen behörden in windeseile in die flüchtlingslager westdeutschlands weitergeleitet zu werden. an diesem historischen platz in der pußta (die römer waren an dieser stelle schon grenzenlos auf der sogenannten bernsteinstraße bis zur ostsee gegangen) sind heute allerlei informations- und gedenktafeln errichtet. im vorjahr sprach hier auch ossi und bundeskanzlerin angela merkel zur 20-jahrfeier. es lohnte sich auch für uns hier zu parken und die geschichte noch einmal wahrzunehmen.

dann wanderten wir auf dem alten ungarischen grenzweg durch den grünen wald richtung neusiedler see. eine eher kuriose geschichte hat der an dieser stelle vorbeiführende radweg (klingenbach-mörbisch) auf ungarischer seite. noch vor 6 jahren standen hier bundesheersoldaten mit gewehr umgehängt und verhinderten, dass radler aus st.margarethen auf den radweg kamen. denn die urbarialgemeinde (waldbesitzerverein würde man in deutschland sagen) von st.margarethen hatte es abgelehnt, auf ihrem grund im wald einen güterweg/radweg bauen zu lassen. die landesregierung aber war bemüht den radeltourismus anzukurbeln und erhielt von den ungarischen nachbarn die zustimmung, den weg auf ungarischer seite bauen zu lassen. bedingung aber war, dass dieser weg für die undankbaren st. margarethner gesperrt blieb. jetzt zu zeiten der eu und des € kümmert sich freilich keiner mehr darum und die urbarialgemeindler fahren nun frech mit ihren traktoren auch schon mal über den schönen radweg, der ja nunmehr mitten in europa und nicht mehr am eisernern vorhang liegt. zum ausgleich benutzen auch die ungarischen erntehelfer und schwarzarbeiter mit ihren pkw den radweg, um auf kürzestem wegl von sopron nach mörbisch und zurück zu kommen.

wir wanderten 4 km nach osten und kamen auf dem wanderweg an die grenze zwischen A und H. der radweg mörbisch-fertörakos nimmt uns auf und der blick auf den neusiedlersee ist ein aha erlebnis. interessanterweise hat ein ungarischer zahnarzt hier eine riesige ranch erbaut und führt den radlern und wanderern die nutztiere der pußta vor: mangalica-schweine (auch ungarisches wollschwein genannt – frisst schilf, ist halbwild und sehr lecker), pferde, graurinder (im western longhorns) und gänse verteilen sich über das gelände.

dann passierten wir den alten steinbruch, wo die römer aus carnuntum die sklaven steine brechen ließen.  im dorf fertörakos (auf deutsch kroisbach) hatten wir nach ca 6 km die mittagspause nötig. im gasthaus zum alten fischer empfahl der wanderführer arndt zimmer eine gute fischsuppe (3 €), es war aber freigestellt, auch andere speisen auszuwählen. fisch aus dem neusiedler see ist hier aber natürlich die spezialität.  nach der rast gingen wir auf der hauptstrasse einige 100 meter und kehrten zum nachtisch noch in einem eissalon ein.

hier holte uns dann ein ungarischer lehrer aus sopron mit seinem open air minibus ab, um uns zurück zur verbleichenden grenze zu fahren. dort zwischen den 2 grenzstationshäusern hatten vor
1700 jahren die römischen sklaventreiber vom steinbruch eine idee. an der ostfront in persien war ein römischer villenbesitzer mit dem mithras-kult (sonnengott) in berührung gekommen und hatte nach seiner versetzung ins ferne pannonien auf seinem grundstück eine mithras-kapelle errichtet und dem kult des sonengottes aus dem osten gefrönt. diese kapelle wurde noch anfang des 20.jahrhunderts von einem bauern als pferdestall benutzt und ist erst in den letzten jahren wieder herzeigbar geworden. nach diesem interessanten geschichtsunterricht wanderten wir gut gefüllt mit geistiger und fischbetonter nahrung zurück zu unseren pkws am picknickplatz.

heidi aus wien und ilona aus bad tatzmannsdorf nahmen die wanderung zum anlass unsere servasgäste zu sein
deshalb freuen wir uns jetzt auf ein wochenend in wien und bad tazmannsdorf.

mit sonnigen grüssen aus dem burgenland

Christina & Arndt Zimmer Eichengasse 29 A 7035 Steinbrunn tel & fax 0043 2688 72351

und hier geht es zu ein paar fotos

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Mit Servas in Paris

* von Hedwig Seyr-Glatz *

Gespräche über Genealogie, Geschichte (vor allem die Zeit der deutschen Okkupation von Paris), Vogelarten, Gestalttherapie, Kindererziehung und nicht zuletzt die internationalen, die …

französischen und österreichischen Servasregeln sowie Erfahrungen von uns Interviewern – das waren die Themen bei unserem zweitägigen Aufenthalt bei Violette und Basile Ginger im 16. Bezirk von Paris Anfang März dieses Jahres.

Basile doziert, Hedwig lauscht

Es war ein Erlebnis ersten Grades, von diesen beiden gastfreundlichen, aufgeweckten und interessierten langjährigen Servas-Mitgliedern (Jg 1917 und 1925!) aufgenommen zu werden. Bereits eine Stunde nach unserem Eintreffen stellte Violette fest, dass wir miteinander redeten wie Freunde, die sich seit vielen Jahren kennen und mögen. Streng waren sie freilich: Zwei Mal miteinander zu dinieren, das ist für sie eine eiserne Servas-Regel. Wir Jungen (beide zarte 60) wären da nicht so rigoros gewesen.

Ohne Generationskonflikt :-)

Nach dem Verabschieden jedenfalls winkten sie uns vom Fenster wie Leuten zu, die man in der nächsten Zeit wiedersehen wollte. In unserer Begegnung war alles drinnen, was man sich an Positivem wünschen kann: Gastlichkeit, Herzlichkeit, Wärme, Hilfsbereitschaft, Austausch von Servas- und Lebenserfahrungen.

Sechs Pariser Adressen hatte ich Ende Jänner angeschrieben; Basile antwortete als erster gleich eine Stunde nach meiner Anfrage positiv. Stefane Berche, den ich auch angeschrieben hatte, lud uns zu einem Abendessen in seine Wohnung in Prachtlage am Boul. St. Germain mit Aussicht auf den Eiffelturm sowie auf das Quartier Latin ein. Ihm verdanken wir mehrere Tipps:

* den „Quai Branly. L’Autre Musée“ (am ersten Sonntag im Monat gratis, aber jederzeit einen saftigen Eintritt wert);

* die städtischen Museen sind übrigens immer gratis und

* das relativ neue „Memorial de la Shoa“ (gleich hinter dem Hotel de Ville, auch am Montag offen)

Zwei weitere Servas-Leute konnten uns nicht unterbringen, aber verwiesen uns auf Adressen in den Vororten, die nicht so oft angeschrieben würden wie die im Zentrum, jedoch auch gerne Gäste aufnehmen.

Das ist ein recht guter Schnitt bei den Antworten.

Die restliche Zeit unseres zehntägigen Aufenthalts verbrachten wir in einer Tauschwohnung unweit vom Arc de Triomphe – die Besitzer waren gleichzeitig eine Woche bei uns in Wien.

Liebe Leserinnen, auf zu den Servas-Freunden in Paris!

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winter in the windy city

* von Heidi Schuster *

vor meiner chicago reise über die weihnachtsfeiertage/neujahr habe ich servas hosts kontaktiert – da ich mich mit meiner freundin yvonne und ihrer familie dort getroffen habe, war das hotel als unterkunft eh klar. aber ich wollte informationen abseits vom touristenpfad und ich wollte einfach servas leute treffen.

es war das erste mal für mich, daß ich hosts angeschrieben habe, ohne die bitte um übernachtung – und ich habe nur die allerbesten erfahrungen damit gemacht.
ich war positiv überrascht, daß ich kurz nach meiner anfrage so viele antworten hatte: viele tipps und auch viele einladungen.
ausgegangen sind sich dann nur drei treffen:

1. den tanzclub hätte ich ohne tom nie gefunden , obwohl er um die ecke vom hotel war. er hat yvonne und mich zum tanzen mitgenommen – livemusik und swing dance mit seinen freunden – ich habe die nacht durchgetanzt und mich sehr gut unterhalten. für yvonne war das tanzen nichts – weil sie sich kurz nach meiner ankunft in chicago eine zehe gebrochen hatte. sie hat aber tapfer mitgemacht, und wir haben beide die gesellschaft sehr genossen.
2. janet (eigentlich kein host, sondern die schwester eines servas hosts) hat eine historische wanderung durch die innenstadt organisiert. es hat geschneit und war bitterkalt (so sind die winter meist in „the windy city“, wie chikago genannt wird) und doch war es wunderschön und sehr spannend. der abschluß im neu gestalteten saal des cultural centre, umgeben von tiffany design, hat mich sehr andächtig gestimmt. es war unbeschreiblich schön.
3. und schließlich hat sich annie zum kaffeetratsch mit mir getroffen. auch im cultural centre, in der schönen halle, wo man lesen, plaudern, kaffee trinken etc. kann. wir haben uns sehr gut verstanden, viel miteinander gelacht und schreiben uns auch weiter noch.
(4. mit mike hat es leider nicht geklappt – trotz vieler telefonate und emails haben wir es leider nicht geschafft, uns zu treffen.)dank familienanschluß und der servas kontakte habe ich ein sehr „heimeliges“ gefühl abseits der touristenattraktionen gehabt. es war mein dritter besuch und noch immer möchte ich gerne zurückkommen – falls wien nicht doch noch chikago wird ;-).

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Chicago 10

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Frankoaustriakisches Minitreffen

* von Hedwig Seyr-Glatz *

Am 23. Dezember 2009 fand ein kleines, feines österreichisch-französisches Servas-Treffen im Amerlingcafe statt.

Anwesend waren Hedwig, Lorenz und Heidi aus Wien sowie Corinne aus Nantes, die mit ihrem Sohn Clement die Weihnachtswoche in der Josefstadt verbrachte. Clement ist in der Wohnung geblieben, angeblich hat er für eine Prüfung stucken müssen. Im Café wurden derweil der gute Punsch, das köstliche Essen und natürlich, wie es bei Servasianern nahe liegt, die letzten Reisen, neue Reisepläne und Servas- Aktivitäten besprochen. Und da Lorenz dabei war, kam natürlich auch der Zustand der Welt und ihre Rettung auf die Agenda.

Fest angestoßen wurde auf die eben ins Netz gestellte Servas-Austria-Homepage, deren technische Mastermindes, Mathieu und Anne-Therese, jedoch leider „out of town“ waren. Deshalb müssen wir demnächst noch ein richtiges Hochlebetreffen mit ihnen veranstalten.

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Weltweiter Marsch in Wien

* von Heidi Schuster *

bei sehr unfreundlichem wetter hat sich (leider) nur ein sehr kleines grüppchen dafür sehr singesfreudiger gleichgesinnter eingefunden. würde ich jetzt eine statistik erstellen, dann wären wir 5 servasianer ein hoher prozentsatz.
dafür haben wir uns gleich tatkräftig eingebracht: ann-theres + mathieu haben tapfer bei schneeregen das transparent von der mariahilferstraße bis zum parlament mitgetragen , eva und ich sind gleich in der ersten reihe mit fackeln nachmarschiert und haben kräftigst mitgesungen und doro hat beginn und ende der veranstaltung ebenso kräftigst unterstützt. hedwig war in gedanken bei uns und hat sogar noch angerufen – in der richtigen annahme, daß wir ziemlich durchgefroren sein müssen…

eine gute sache – mit schönen worten zum abschluß und einer wunderbaren sängerin und john lennon’s  „imagine“.

„you may say we’re dreamers
but we’re not the only ones
i hope someday you’ll join us
and the world will live as one“

und diesen gedanken zum mitnehmen.

danke doro-eva-mathieu und ann-theres für’s mitkommen – trotz des schlechten wetters und der mäßigen beteiligung war es für mich ein schönes erlebnis.

am internet und dem damit verbundenen netzwerk kommt anscheinend niemand mehr vorbei – schade, daß die organisatoren das nicht ausgenutzt haben.

liebe grüße

heidi

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Servas-Geschichten

* von Heidi Schuster *

ich bin zum ersten mal mit servas in australien/sydney in berührung gekommen – über 2 freundinnen, die von österreich in die weite welt zogen – und ich dann nachgekommen bin.

wir waren damals meist zu 3t unterwegs – und es hat meistens funktioniert, daß wir in dieser zahl die hosts besuchen konnten: so sind wir bei familien im outback zu cricketspielen und bbq eingeladen worden, haben in kleinen städten lustige spieleabende gefeiert (auch mit bbq), sind bei hosts verschiedenster altersgruppen und lebensweisen sehr gut aufgenommen worden – von der bankerfamilie mit swimmingpool zu wohngemeinschaften.

eine unserer hosts hat gemeint: daß wir das „wirkliche“ australien kennenlernen wollten – aber servas hosts sind  anders.

seit diesen erfahrungen bin ich in canada/usa/argentinien/australien/neuseeland und natürlich in verschiedenen europäischen ländern mit servas gereist – und habe die erfahrung gemacht, daß die kurzbeschreibung in den listen wirklich nur eine kurze ist. und die unterschiedlichsten und abenteuerlichsten menschen getroffen.
ich habe sehr gute freunde durch servas gefunden – lebensfreunde. und bin während dieser zeit auch immer wieder host in wien gewesen – je nach lebenssituation.
in meiner wg zeit in der neumayergassen hatten wir sehr viel besuch – und es hat uns 3 mädl’s großen spaß gemacht, den besuchern wien zu zeigen, gemeinsam zu kochen und uns auszutauschen.

und natürlich hat es immer wieder viel zu lachen gegeben!
– ein traveller aus budapest möchte mit seiner freundin bei uns übernachten – kein problem. am telefon sagt er mir noch als erkennungszeichen (wir sprechen englisch miteinander):“it’ll be easy to recognize me – i am coming with a bird.“ bird-er kommt mit einem vogel??? ok. es haben  schon die unterschiedlichsten gäste bei uns gewohnt.

der mann der mir am bahnhof gegenübersteht trägt einen bart (=beard).  beard-bird – wir müssen herzlich darüber lachen.

ein junger künstler kommt aus polen nach wien. am telefon sagt er (als erkennungszeichen): “ ich reise nie ohne meine frau!“   was auch immer das heißen soll – er hat sich als einzelner reisender angekündigt.

am bahnhof: ein junger mann wartet dort auf mich mit einer geschnitzten frauenstatue. wunderschön gearbeitet. er reist immer mit ihr.

die letzten 2 jahre habe ich viele spannenden, witzigen, interessanten gästen die stadt gezeigt, war in der oper, in konzerten, wandern, natürlich im cafè – gehört ja auch zu wien: sachertorte und cafè. ich radle sehr gerne und viel – und freue mich immer sehr über besucher mit rad. filip – der von budapest nach berlin radeln wollte und anna&mauro, die heuer schon das 2. mal da waren: prag-wien und jetzt wien-budapest.
oder guillaume: ein junger mann aus paris der unbeding in die wachau wollte (wachau-warschau)- und ich ihn fast nach warschau geschickt hätte. hört sich mit akzent fast ähnlich an.
oder yvonne aus los angeles,die im damaligen ostdeutschland an der grenze aufgehalten wurde und völlig aufgelöst zurück nach wien kam.

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Donau-Alpe-Adria in Bratislava

* von Heidi Schuster *

also: zum 3. mal habe ich an einem alpe-adria-treffen teilgenommen. und wie immer, wenn so viele leute in gruppe beisammen sind, war ich skeptisch (a bissl) – und wie immer überrascht, wie leicht es fällt, mit den servasianern zu reden, zu lachen, zu tanzen und zu singen. ich bin ganz beseelt am sonntag mit lorenz, hedi und eva  nach wien abgereist – ist ja echt nur ein katzensprung (bratislava-wien).

zuzana hat alles wunderbar in bratislava organisiert, für jeden war was dabei: wanderung, stadtführung, uriges lokal  mit slowakischen spezialitäten, geschichte der stadt, autobus – einfach alles. toll, daß doch einige servas-mitglieder aus bratislava bei den abendlichen treffen mitgemacht haben.

ich habe mich gefühlt wie auf einer servas-all-inclusive-wochenendreise. da kann ja nix schiefgehen – alles perfekt geplant und durchdacht.

vermisst habe ich luigi ushlengi – papa servas von bella italia!  schade, daß er unseren glockenhellen chor nicht mit seiner wunderbaren stimme verstärkt hat. wir haben ihm eine karte geschickt – damit er gleich lesen kann, was er alles versäumt hat.

hedi, eva und lorenz von servas austria haben zuzana unterstützt – bzw. ist hedi ja überhaupt auf die idee gekommen, die slowakei zu alpe-adria hinzuzunehmen, dieses zu alpe-adria-dunaj zu erweitern. wir sind ja alle eu!

danke noch einmal! ihr organisatoren wart fabelhaft – und fabelhaft unkompliziert.

gefreut habe ich mich auch über die vielen teilnehmer aus österreich und der schweiz. die italiener sind noch immer zahlenmäßig überlegen – aber nicht mehr so stark wie in den letzten 3 jahren. und die teilnehmer aus der slowakei und der schweiz! hurra! endlich multikulturell.

auch die jüngeren teilnehmer waren recht stark vertreten! doro hat für stimmung gesorgt mit unzählichen cd’s und tänzen – damit die party in schwung kommt. gesungen wird eh gleich bei treffen von servas – das tanzen beginnt zögerlich, dafür umso begeisterter, je länger der abend andauert.

es war ein reger austausch – viele bekannte gesichter, viele schöne gespräche und begegnungen, einiges zum nachdenken und vieles zum lachen. gemeinsame unternehmungen fördern die gruppenzugehörigkeit…

ich habe sehr schöne und lustige erinnerungen an das „familien“wochenende. und hoffe, daß noch viele folgen werden.

Fotos aus Bratislava (unter „Meine Fotos“ und „Favoriten“).

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