Servus Servas!

* von Manu Reiter *

Ich weiß nicht, ob ich auf Englisch oder Deutsch schreiben soll, aber weil`s schon spät am Abend ist und das Denken ein bisschen langsamer geht, hab ich mich dann doch für Deutsch entschieden (außerdem weiß ich nicht, ob der Rest von Österreich einen Bericht in steirischer Sprache verstehen würde).

Ich will euch heute eine Geschichte erzählen. Es ist nicht irgendeine sondern eigentlich ganz konkret „meine“ Geschichte. Nämlich meine Servas-Geschichte. Ich bin bei einem Plauscherl mit einer Studienkollegin auf Servas gekommen und relativ spontan, kurz vor meiner Abreise nach Neuseeland Ende November 2010 mithilfe der Flexibilität von Christine Schuler, die kurzfristig Zeit für ein Gespräch fand, Servas-Mitglied geworden. Ich hab diesen Schritt während meiner „weiten Reise“ kein einziges Mal bereut, hab viele liebe nette Menschen kennengelernt, beflügelnde Gespräche geführt und Hand in Hand mit Servas Neuseeland und Australien diese wunderschönen Länder kennengelernt. Gibt’s eigentlich Formvorschriften für einen Servas-Bericht? Ich würd sagen, ich schreib einfach so, wie ich es mir denke – durcheinander & kunterbunt – so wie es meine Reise auch war.

Ich hatte meine erste Servas-Erfahrung Anfang Jänner 2011. Patsy & Dave Walters besitzen ein wunderhübsches Haus mit riesen Rosengarten in Whangarei, im Norden von Neuseelands. Nach einem besonders heißen Tag luden Sie mich gleich mal zu einem erfrischenden Bad im hauseigenen Swimmingpool ein und danach gab`s ein köstliches Abendessen. Die beiden waren ein lustiges Paar voller Gegensätze, jedoch schon seit Jahren glücklich verheiratet. Patsy zeigte mir den Rosengarten und es war alles in allem eine schöne Erfahrung. Am nächsten Tag ging es für mich dann schon wieder weiter, zum einen, weil das Ehepaar gerade mit ihrer Familien ziemlich viel um die Ohren hatte, zum anderen, weil es für mich noch viel zu entdecken gab.

Ein paar Tage später landete ich dann bei Chris Hiscock. Ein pensionierter Farmer und passionierter Segler. Er kam gerade von einem Segeltrip zurück und wir grillten gemeinsam und genossen den warmen Sommerabend. Er war sehr an Österreich und natürlich vor allem am Bauernleben bei uns interessiert. Diesbezüglich war ich natürlich die richtige Gesprächspartnerin, weil ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin. Es war nicht nur für ihn, sondern besonders für mich extrem interessant.

Meine ersten beiden Servas-Erfahrungen waren sehr unterschiedlich, weil Patsy & Dave sehr luxuriös wohnten und Chris eigentlich recht einfach lebte und eine komplett unterschiedliche Vergangenheit und Erfahrung hatten. Das ist das Schöne an Servas, man trifft Menschen, die verschiedene Geschichten zu erzählen haben, die aber eines verbindet – die Liebe zum Reisen.

Da ich ein eigenes Auto gekauft hatte war ich sehr flexibel und genoss es einfach auch mal irgendwo zu schlafen und nur Zeit für mich alleine zu haben. Diese Servas-Pausen waren sehr wichtig, um meine gesammelten Eindrücke zu sortieren und zu „verdauen“.

Mein nächster Stop war bei Tom & Wendy Cassie in New Pleymouth und dieser Besuch war sicher einer der herzlichsten die ich hatte. Die zwei sind einzigartig, so fuhr Wendy mit mir einen ganzen Tag die Gegend um New Pleymouth ab, zeigte mir ihre Lieblingsplätze und erzähle und erzählte und erzählte. Beide sind pensionierte Bauern, die jetzt in einem Häuschen direkt in der Stadt am Hafen wohnen und ihre Pension voll genießen. Am ersten Abend gingen wir gemeinsam zu einem Festival und vor meiner Abreise checkte Tom noch mal ob alles bei meinem Auto in Ordnung ist, während mir Wendy noch Sandwiches für die Fahrt schmierte! Wirklich entzückend und auf jedem Fall eine Bereicherung.

In Wellington übernachtete ich dann bei Tineke La Plant, eine Holländerin, die gleich wie ich einmal auf Reisen in Neuseeland war, sich verliebte und einfach hier blieb. Sie ist Restauratorin und hat eine Traum-Wohnung im Multikulti-Viertel von Wellington. In ihr fang ich einfach eine „Leidensgenossin“ weil sie genau wusste, wie es sich anfühlt, wenn man alleine unterwegs ist und wie wichtig es ist, überall im Land Menschen kennenzulernen. Dieser Besuch blieb nicht mein einziger, ich kam auf meiner Rückreise von der Südinsel Neuseelands noch einmal bei ihr vorbei, weil wir uns beim ersten Mal so gut verstanden. Sie zeigte mir unter anderem, wo und wie sie arbeitet und gab mir wertvolle Reisetipps.

Mein nächster Stop war sehr gut gewählt – so handelte es sich um Weinbauern. Phil & Sue Binnie waren meine ersten Hosts auf der Südinsel und freuten sich total mich bei ihnen zu haben, weil ihre Tochter gerade von einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Deutschland zurückgekommen ist. So konnte ich mit ihr auch ein bisschen Deutsch sprechen. Bei der Familie Binnie gabs den besten Chardonney meiner Reise und das Angebot bei der Weinernte im April mitzuhelfen. Ich bekam sogar eine exklusive Führung durch die Weingärten. Die Geschichte der Binnie`s war wieder total interessant, so entschlossen sie sich vor ein paar Jahren aus dem Nichts heraus und mit überhaupt keinem Expertenwissen, Weinreben anzubauen. Das ist Let`s-do-it-Mentalität der Neuseeländer um die man sie alle beneiden sollte. Phil war Polizist und jetzt sind sie sehr erfolgreiche Weinbauern in den berühmt berüchtigten Marlborough Sounds.

Auf Nelson hab ich mich besonders gefreut und mit John & Cher auch liebe Gastgeber gefunden. Bei Ihnen auf der Terasse konnte ich zum ersten Mal testen, wie gern mich die grausamen Sandflies mochten (und diese liebten mich abgöttisch) und meine Frau beim Sushi rollen stellen. Als Dankeschön hab ich gleich mal beim Unkraut jäten geholfen und mich mit John lange über die Faszination der Berge unterhalten. John & Chers Tochter arbeite bei einem Helicopter-Unternehmen beim Fox Glacier und sie lud mich sofort auf einen kostenlosen Flug ein. Dieses Angebot war genial und ich freute mich narrisch auf diese Chance. Leider spielte dann schlussendlich das Wetter nicht mit.

Auch am nördlichsten Spitzerl der Südinsel besuchte ich David & Valerie Podmore, die Dayhosts waren. Ihre Beschreibung im kleinen Servas-Adressbüchlein hörte sich einfach zu verführerisch an um nicht bei ihnen anzurufen. Beide Uniprofessoren, die sich in ihrer Pension einfach ein Haus in the middle of nowhere gebaut hatten und völlig energieautark leben. Alles wird selber angebaut und zu erreichen sind die beiden nur per Boot. Gesagt getan buchte ich mir den Platz auf einem Bootsshuttle, packte meine selbstgemachte Bio-Schokolade als Gastgeschenk ein und verbrachte einen interessanten Tag mit den beiden. Selbstgebackenes Brot, Kajak fahren, und und und standen auf dem Tagesplan. Am Abend gings voll mit neuen Geschichten und Erfahrungen im Gebäck per Schiff wieder zurück (übrigens sah ich auf der Rückfahrt meine ersten freilebenden Delphine!!!!).
Nach einer längeren Pause kehrte ich bei Kay Adam in Alexandria ein, die wohl verrückteste 83-Jährige, die ich kennen gelernt habe. Eine pensionierte Lehrerin, die mich am Abend schon vorgewarnt hatte, dass ich alleine frühstücken soll, weil sie keinen Grund sieht am Sonntag früh aufzustehen. Da ich irgendwie das Gefühl hatte, ihr helfen zu wollen, putze ich die Küche und machte den Abwasch. Zum Abschied stand sie dann aber trotzdem auf um danach aber gleich wieder ein Mittagsschläfchen einzulegen.

Emma Gerken war dann die verrückteste 90-Jährige, die ich je kennen gelernt habe. Sie ist Südafrikanerin und hat in zweiter Ehe Len geheiratet, der aber schon leider verstorben war. Sie war eine Diva und ich konnte es kaum glauben als sie mir alte Fotos von ihr zeigte! Sie war damals eine Schönheit und lebte sehr wohlhabend. Jetzt nach dem Tod ihres Mannes wollte sie wieder nach Südafrika zu ihrer Familie ziehen und gab mir sofort Adresse und Kontaktdaten ihrer Tochter um auf einer möglichen Reise mal bei ihr vorbei zu schauen.

Das war die kunterbunte Mischung an Hosts in Neuseeland – jeder für sich einzigartig und liebenswert. 5 Monate und 11 Servasbesuche, das ist die perfekte Art zu reisen.
Anfang Mai 2011 hieß es dann Servus-Baba Neuseeland, Servus-Grias di Australien. Durch mein Gesundheitsstudium motiviert rief ich gleich mal bei Isla Tooth an, ob ich nicht bei ihr vorbei schauen durfte und wurde sofort mit einem köstlichen Abendessen begrüßt. Eine selbstbewusste, selbstständige Frau, die weiß was sie will und vor allem in einem der schönsten Stadtteile von Sydney wohnte. Von der unendlichen Weite von Neuseeland zum pulsierenden Stadtleben war es ein Quantensprung für mich aber Isla machte meine ersten Tage in Australien zu einem schönen Erlebnis. Sie und ihre Katze sind ein Dreamteam und ihr Kleindungsstil einmalig.

Mein allerletzter Host auf meiner Reise war Peter Cramer, ein Künstler und Fotograf und auf ihn hatte ich mich sehr gefreut und ihn natürlich auch bewusst ausgesucht. Er war für mich fast prominent, so durfte er einmal eine PR-Kampagne für die Sydney Opera machen. Ein schräger Typ, der mir aber die schönen Seiten von Sydney in der Nacht zeigte. Er nahm mich gleich mal zu seiner Mutter mit und fuhr mit mir quer durch die ganze Stadt. Ein feiner Kerl, der mich sogar noch zum Flughafen bringen wollte. Diesen Weg wollte ich aber alleine „antreten“, dankte ihm aber recht herzlich fürs Angebot.
Nach diesen vielen schönen Erfahrungen freue ich mich auch etwas zurückzugeben und Menschen aus aller Welt Österreich zu zeigen! Servus Servas!

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Begegnung mit Servas-Leuten in Nizza und Antibes

* von Hedwig Seyr-Glatz *

Anfang Juni 2011 fuhren wir,Hedwig Seyr-Glatz und Angelika Mairose-Parovsky, beide pensionierte Französichlehrerinnen und infolgedessen beinahe fanatisch francophile, an die Cote Azur.

Zuerst stand Nizza auf unserem Programm, wo wir in einer eingetauschten Wohnung mit Jasmin- Zitronenblütenduft mediterranen Flair vom Feinsten genossen. Wir betreuten Katze Poumba und Fische im Miniteich, während die „Nicois“ von unserer Wohnung aus (mein Mann Lorenz residierte dankenswerterweise in seinem Elternhaus) Wien entdeckten. Wir trafen uns mit einer Servas-Freundin aus NÖ, die grade in Cannes ihr Quartier aufgeschlagen hatte, und begegneten Pierre Boussard, einem langjährigen Servas-Mitglied, der uns zwar nicht unterbrignen konnte, aber uns kennenlernen wollte, und der zwar die halbe Welt bereist hatte, aber noch nie in Österreich war. Klar wurde er von uns herzlich eingeladen, nach Wien zu kommen. Das wichtigste Wort, das wir von ihm gelernt haben: bourlinguer, das heißt sowas wie herumstrawanzen.
Der Höhepunkt unserer Reise war dann der Aufenthalt bei den Servaslern Christine und Francois in Antibes, 20 km von Nizza entfernt, wo uns der 1,- Euro-Bus zwar nicht schnell und bequem, aber doch sicher hinbrachte (Tipp 1).

Beide leben nach dem Zusperren ihrer Firmen vom Zweitberuf, Francois ist nach Jahren als technischer Angestellter nunmehr ebeniste, d.h. Möbeltischler und Christine ist nach Pharmazeutin jetzt Tagesmutter. Das Haus aus den 40er Jahren mit einem Garten, voll von (für uns) seltenen Obstbäumen wie Kumquat oder Mispeln, mit einer eigenen Garconniere für Gäste und mit einem riesigen Swimmingpool liegt am Stadtrand und enthält gleichzeitig ihre Arbeitsplätze, ein „atelier“ und einen Kinderspielplatz.
Als Aperitif gab es einen köstlichen selbstgemachten Orangenwein und und als „Digestif“ jede Menge Bilder von ihrer erst ein Monat vorher beendeten 5-monatigen Reise. Dazu viele Erzählungen über Servas-Freunde. Somit waren wir an diesem Abend nicht nur in Frankreich, sondern auch ein wenig in Kambodscha, Neuseeland, Australien, Kalifornien.
Für den nächsten Tag bekamen wir Wanderkarten und jede Menge Tipps für Unternehmungen. Wir erlebten, dass der als gefährlich angekündigte Küstenweg um das Cap herum – Danger de mort – gut abgesichert ist und die Öffis an der Cotes Azur nicht so schlecht sind wie ihr Ruf. In einem Ökopark bestaunten wir ein in voller Blüte duftendes Rosarium und eine Villa aus dem 19. Jh., in der wir völlig unbehelligt – der Gardien machte grade Mittagspause – umherspazierten und herrliche Räumlickeiten mit phantastischem Blick auf das Meer sowie edles Mobiliar bewunderten (Tipp 2).

Abends luden wir Christine und Francois in ein Fischrestaurant ein. Wir verstanden uns bestens, selbst das hektische Getriebe konnte uns nicht aus unserem Gesprächsfluss über Familie, Reisen, Lebensarten und natürlich Servas bringen und uns von den köstlich zubereiteten Fischgerichten ablenken. Über französische Innenpolitik wollten sie verständlicherweise nicht sprechen. Die Affäre DSK ist allzu peinlich. Wir konnten sie trösten mit ähnlichen Beispielen aus der österreichischen Politik.

mit Servas hosts in Antibes

Am dritten Tag wurden wir von Christine per Auto zur zentralen Busstation chauffiert, obwohl wir uns durchaus schon mit den Buslinien auskannten.
Wir hoffen, dass unsere Gastgeber demnächst nach Wien kommen und wir sie auch betreuen dürfen. Versprochen haben sie es fürs nächste Jahr.
Im übrigen meine ich, sollte man/frau nur mehr Wohnungen tauschen oder Servas-Leute besuchen oder empfangen, wenn sie die Reiselust packt (Tipp 3).

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Durch die Weingärten von Wien

* Text: Lorenz Glatz, Fotos: Carola Neuhold *

Am 22.10. Oktober nutzten wird das sonnige Herbstwetter für einen längeren Spaziergang durch die Weingärten am Fuß des Kahlenbergs.

Schließlich ist hier schon Beethoven durch die Gegend gelustwandelt. An seinem Denkmal unterwegs erzählt uns Eva ausfühlich, was sie darüber von ihrem Ex-Mann weiß. War kein leichter Zeitgenosse. Der Beethoven. Auch eins der vielen Beethoven-Häuser steht hier, schließlich haben ihn seine Vermieter und Mitbewohner nie lang ausgehalten, woraus sich eine denkmalpflegerische Herausforderung für die Gegenwart und eine Freude für Spaziergänger und Touristen entwickelt hat. Wir besprechen in Zweier- und Dreiergruppen, was uns beschäftigt – natürlich nicht nur Beethoven. Schließlich kommen wir ans hierorts unvermeidliche Ziel – zum Heurigen, in Nussdorf. Dort wächst unsere Zahl schnell von 10 auf 16 und die Gespräche von besinnlich leise auf übermütig laut.

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Ein Monat in Kalifornien

* von Hedwig Seyr-Glatz und Lorenz Glatz *

Auf unserer Familiy-Homepage findet sich unser illustriertes Reisetagebuch.

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Alpe-Adria 2011 international meeting

* by Loris Tissino *

22nd edition

The traditional Alpe Adria Servas meeting this year was held in Arta Terme (Friuli, Italia), from Friday 9th to Sunday 11th, 2011.

Meeting place

Arta Terme (UD), Park Oasi Hotel

www.albergoparkoasi.it(external link)

Image 

Alpe Adria Meeting 2011 PDF

What we did

Alpe Adria Servas meetings are meant to let Servas members know each other in a relaxed context. Most of partecipants come from Italy, Slovenia, Croatia, Austria, Germany, and Hungary.
This year we had guests from Germany, Switzerland, Austria, Slovakia and even Canada!

Friday, 9th September

Arrival in the afternoon
Visit to the bio-mass power plant
Dinner
Evening walk

Saturday, 10th September

Meeting with local guides Mauro and Tiziana
Visit to the old St Peter’s church and to the Polse of Cougnes(external link)
Dancing evening

Sunday, 11th September

Mycological-botanic walk, with live identification of herbs and mushrooms
Open air lunch under a big walnut tree, with Carnic Alps typical courses (frico, polenta, mushrooms, herbs) prepared by chefs Benedetta and Giovanni, and Friulian wines
Group pictures, greetings, departures

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Alpe-Adria 2011 in Arta Terme

Das Alpe-Adria-Treffen 2011 wurde von Alma Nimis, Loris Tissino und Elisabetta Liva organisiert. Jenseits des Plöckenpasses, in den karnischen Alpen konnten wir den Geist von SERVAS, internationalen Gedankenaustausch und Freundschaften pflegen. Neben den vielen anwesenden ItalienerInnen nahmen Gäste aus Kanada (Donna Jokinen, Peter Bekeris), Argentinien (Renato Costantinis), Slowenien (Zuzana Polakova, Martin Polak, Maria Ondriasova), Ungarn, Deutschland (Christa Miller), Schweiz (Helen Heim Hueber, Vreny Boesch) und Österreich (Dorothea Schelch, Walter Dieringer) teil.

Mauro, unser Hotelier, Guide, „Philosoph“ und exzellenter Kenner von Arta Terme, seiner Bewohner und der Umgebung, bewirtete uns nicht nur vorzüglich, sondern begleitete uns auch auf unseren Ausflügen:

  • zum modernen Hackschnitzelheizwerk (teleriscaldamento), wo die in Arta Terme benötigte Heizungs- und elektrische Energie autonom erzeugt wird
  • in die Therme, wo uns der medizinische Leiter des Kurbetriebs über die Anwendungsmöglichkeiten des schwefeligen Wassers aufklärte
  • auf die hochgelegene und einen prachtvollen Ausblick bietende „Polse di Cougnes“, einem regionalen geistigen Zentrum rund um einen alten Kirchenbau, das in Freiwilligenarbeit errichtet wurde und betrieben wird, und wo uns der Leiter der Sternwarte das 70cm-Teleskop präsentierte und die Kuratorin des botanischen Gartens einige der 1250(!) dort gepflanzten einheimischen Pflanzensorten näherbrachte.

Während der Spaziergänge/Wanderungen und geselligen Abende gab es ausreichend Möglichkeit, neue SERVAS-Bekanntschaften zu machen und alte Kontakte zu pflegen.

Außerdem erfuhren wir, dass ein Foto von zwei italienischen SERVAS-Travellern Massimo Matteoni und Ubaldo Bagnaresi zusammen mit mir als Gastgeber in der vierteljährlichen Zeitschrift von SERVAS Italy veröffentlicht wurde, und zwar auf Seite 21 des „Notiziario Servas Settembre 2011.pdf“ von SERVAS Italy (aufmerksame Leser werden die zweifache Trikolore entdecken):

20110507_Walter+Massimo+UbaldoDas nächste SERVAS Alpe-Adria-Treffen findet vom 28.-30. September 2012 in Kreuzlingen am Bodensee (Schweiz) statt, organisiert von Helen Heim Hueber, Vreny Boesch.

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Vom Semmering bergab

* von Eva Meggeneder *

Schön war’s am Semmering – schön warm auch, aber viel erträglicher als in der Stadt: wunderschöne Natur, nette Gespräche, ab und zu sogar auch ernsthaft, gutes Essen beim Blunzenwirt, Spaß auf der Bahnfahrt und natürlich auf dem Bahnweg sowie abseits davon beim Schwammerl-Brocken ;-).

Schade nur, dass uns unsere Tourplaner und Wanderführer Arndt und Christina abhanden gekommen waren. Gottseidank kein Unfall oder dergleichen, schlicht mit der Woche nicht so punktgenau! Zur falschen Woche kamen gleich zwei Geschichten vom falschen Monat, ja vom falschen Jahr – irgendwie scheinen Termine bei uns so tierisch ernst nicht zu sein.

Aber zum Glück waren Margit (Day Host aus Wien) und ihr Freund Richard gerade im Sommerhaus in Breitenstein und auf Abruf bereit, uns 5 Bahn- und 2 Autofahrer als genaue Kenner der Umgebung einschließlich Abkürzungen zu führen. Zum Blunzenwirt vor allem, ein Besuch, der was Endgültiges an sich hatte, weil das Wirtshaus nach der laufenden Saison nämlich dicht macht. 🙁

Nach den Blunzen, Saumeisen und dergleichen Sünden kehrten die Autofahrer mit der Bahn zu ihrem Parkplatz auf dem Semmering zurück (Tja, Autofahren hat einen Hang zur Kreisbewegung, hat schon der Niki Lauda in einem nachdenklichen Moment erkannt). Die ‚Einfach raus-Ticket’-Benützer hingegen wanderten unter Margits Anleitung weiter, vorbei an den 20-Schilling Viadukten des Herrn von Ghega und mit prächtigen Ausblicken ins weite Land, bis zur Haltestelle Klamm-Schottwien. Von dort zuckelten wir ohne Hast und Hektik per Regionalzug via Payerbach nach Wien zurück. Teils schlafend, teils noch immer unverdrossen redend.

Danke für diesen schönen Ausflug, Arndt und Christina. Auch wenn ausgerechnet ihr leider nicht dabei wart!

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Haarlem. Das Original

* von Hedwig Seyr-Glatz *

Meine Schwester Lisl feiert ihren 65. Geburtstag und hat die gesamte Familie dazu eingeladen. Wir wollen uns dabei auch im Land erstmals umsehen.

Von Köln kommend treffen wir am 20 Juli gegen 19h in Haarlem ein, dem Original, in Holland. Wir haben einige Probleme in die Sackgasse, in der unsere Servasgastgeber wohnen, einzufädeln. Denn wir sind sträflicherweise mit dem Auto unterwegs, einem Verkehrsmittel, das wir hier in der Altstadt gar nicht brauchen können. Da regieren die RadlerInnen.

Addi und Hans (Servas, was sonst) erwarten uns bereits in ihrem schlanken Haus mit Blumenrand und äußerst praktischer Inneneinrichtung samt selbst eingebauter Terrasse und kleinem Garten. Über Nacht muss das Auto draußen bleiben, vor der Altstadt, auf einen Parkplatz, den Addi nur zufällig kennt, weil dort ihre Mutter in einem Altersheim lebt. Das Paar lebt nämlich autolos und das bestens; sie haben jedoch 6 Räder in einer Gemeinschaftsgarage geparkt, wie das hier so üblich ist. Die Häuser sind zu klein und die Straßen zu eng, um „Fietses“ dort zu parken.
Abends erzählen wir einander über unsere Familien und Reisen (ihre alle per Rad) und vor allem zeigt und erklärt uns Hans seine umfangreiche Sammlung von politischen Plakaten – seit den 60er Jahren sammelt er und morgen holt sie das Institut für Sozialgeschichte ab, denn diesem hat er sie nunmehr gestiftet. Mir bleibt der Mund offen angesichts dessen, was die Holländer schon vor 40 Jahren an erstens graphisch und zweitens politisch auf dem Hut hatten. Und warum komme ich da erst jetzt in dieses Land?!

Am nächsten Tag leihen uns Addi und Hans ihre bequemen Alltagsräder. Wir radeln zuerst gemütlich durch die Altstadt Haarlem, an Kanälen mit blumengeschmückten Hausbooten und mittelalterlichen Bürgerhäusern entlang, dann machen wir uns auf den ca 10km langen Weg durch die Dünen zum Meer nach Zandvoort. Himmel und Meer sind grau in grau, aber es bleibt trocken. Wir legen uns auf eine vergessene Strandliege und atmen tief die Atlantikluft ein und unseren Familien- und Reisestress aus.

Das Städtchen selbst zeigt uns zuerst seine etwas verlebte Strandseite im Stil der 60er Jahre mit vielen Burger- und Kebabbuden und einigen heruntergekommenen bratislavaliken Wohnbauten und Geschäftsvierteln, bis wir auf dem Rückweg das eigentliche Zentrum mit engen Gässchen und schmucken Häusern samt üppigem Blumenschmuck entdecken.

Der Radweg führt wieder durch Dünen und dann vorbei an Häusern mit den hier üblichen riesigen Fenstern ohne Vorhängen oder Jalousien hinter wohlgepflegten Vorgärten. Ein braver Puritaner hat nichts zu verstecken. Wieder in Haarlem finden wir ganz leicht das Frans Hals Museum in einem schlichten alten Gebäude; die Bilder enttäuschen mich ein wenig, vor allem die der alten strengen Männer, der Stadtwächter, die dort zu finden sind. Wieder über den alten Hauptplatz mit dem Katzenkopfpflaster und den vielen Radlfahrerinnen; keine Autos klarerweise. Hohe Lebensqualität an allen Ecken und Enden zu erkennen.

Abends gehen wir mit Addi und Hans zu Fuß durch das Quartier ins Restaurant „Angenehm“, wo wir genau so essen. Wir unterhalten uns, entdecken und besprechen unsere Gemeinsamkeiten, die politischen und die persönlichen. Holland gefällt uns nach dem Bier noch mehr, obwohl wir das Holländische nicht so gut verstehen, wie wirs vom bloßen Hören meinen.

Bei Servas in Haarlem...
Bei Servas in Haarlem …

Nach den rauschenden Geburtsfesten (ja: Plural der Feste und der Tage) bei meiner Schwester Liesl in Brummen, ein gutes Stück weiter östlich, machen wir uns auf den Heimweg, zu Servas-Leuten, eh klar. Am 26. 7. kommen wir in Engelhartszell, gleich hinter Passau herüben schon in Österreich, bei Eleonore, Esther und Josef an. Ein großes Haus an der Donau, in den 60er Jahren zu einer Pension ausgebaut, jetzt von Josefs Mutter und seinem Bruder dauerhaft, von unseren hosts in Ferien und an freien Tagen bewohnt, mit einem schönen Garten und viel Grund rundherum. Josef, eine Leuchte unter dem Schemel der etablierten Physik, mit Eleonore pädagogisch engagiert, zeigt uns sein Atelier, erklärt uns seine Geräte, soweit wir’s halt verstehen, und die selbstmontierte Solaranlage. So eine wollen wir auch. Esther kocht Marillenknödel, die mögen wir, dann wird erzählt, ein wenig debattiert und schließlich wird noch Jolly oder Römmi (oder so) gespielt (von Lorenz und den anderen, ich spiele nur Quartett und Schwarzer Peter. Ach, es war sehr schön und hat uns sehr gefreut.

... und in Engelhartzell
… und in Engelhartszell
Am 27. 7. fahren wir regelwidrig (1 statt 2 Nächte!) vormittags nach Wien zurück. Eleonore, Esther, Josef und ich winken, Lorenz darf nicht, der fährt.

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Sentierinsieme 2011 in Flumserberg, Schweiz

* von Hedwig Seyr-Glatz *

Heidi Schuster hat uns schon im Vorjahr so viel über diese wunderbare Servasveranstaltung der Italiener, Schweizer, Deutschen und Franzosen erzählt,

dass wir sie dieses Jahr nicht versäumen wollten. Leider war der Hauptteil, nämlich die 4tägige Bergwanderung, schon im Jänner ausgebucht, aber wir „durften“ an den 3 „Vorbereitungstagen“ im Hotel Chufirstenblick teilnehmen. Und die waren schon so vollkommen, dass wir die Trekkingtour zwar konditinell, aber emotional gar nicht mehr ausgehalten hätten! 2 Tag hintereinander eine 5 stündige geführte Wanderung; die ca 75 Teilnehmer teilten sich selbst einer leichten, einer mittleren und einer schwierigeren Gruppe zu. Die organisatorische Leitung lag bei der Schweiz und damit bei Elsbeth Marti, die das charmantest schaffte; kundige Unterstützer waren Ulrike aus Deutschland und Fridolin aus der Schweiz, Peter aus München. Heidi Schuster bot Jogaübungen um 7 Uhr früh an! Alles klappte bestens, abends wurde gesungen, gespielt und klarerweise viel geredet und Bekanntschaft gemacht. Nicht nur wir 3 Österreicher waren Exoten, sondern auch einige US-Amerikaner, eine Japanerin und 9 junge Türken aus Istanbul. Während der Großteil der Gruppe nach den beiden Trainingstagen 4 wunderschöne Trekkingtage erlebte, machten wir uns dann auf den Weg zu einer kleinen Besichtigungsrunde der Ostschweiz: Einsiedeln und St. Gallen zeigten uns nicht nur die ältesten Kulturgüter des Landes, sondern auch, dass es fromme Schweizer gab und gibt. Abends wurden wir von Hans und Ruth Bösch in Amlikon empfangen, eine Servas-Begegnung der ganz feinen Art. Hans erzählte uns von seinen 7 Amerikajahren seiner Jugendzeit, zeigte uns den Bauernhof, einen wunderschönen Fachwerkbau aus dem Jahre 1798, seine Kunstwerke, eine Gämse, einen Senn, eine Kuh, einen Hund aus Beton in Lebensgröße, sowie seine wunderschönen und lebendigen, Milch liefernden Ziegen und den kleinen Ort. Ruth kochte auf, erklärte uns die Familiensituation und führte uns am nächsten Vormittag durch den schönen Thurgau zu Tochter und Enkerl an den Bodensee, wo wir eine angenehme Badestunde mit weiteren Erzählungen aus Ruths Leben genossen. Die Trennung nach nur einem gemeinsam verbrachten Tag war warm und herzlich, wie es sich für einen Servas-Abschied, der immer die Hoffnung auf ein Wiedersehen enthält, gehört. „Hallo, welches Monat haben wir?“ Eine sonderbare Begrüßung erhielten wir am nächsten Abend im tirolischen Durchholzen von Manfred Sagl! Und dann kam es dick: „Juni“. „“Richtig“, antwortete er freundlich, „aber ihr habt euch für 28. Juli angekündigt. Seid ein wenig eurer Zeit voraus!“ Ja, sowas kann einem im Übereifer von Servas-Reise-Vorbereitungen passieren. Mehr als peinlich war uns das. Nur Manfred hat unsere missliche Lage großartig geschaukelt: er erklärte die Situation für eine Generalprobe und die Aufführung wäre dann einen Monat später! Der Kühlschrank spuckte einige essbare Lebensmittel aus, Manfred brachte sie in köstlich gegrillte Form, wir verzehrten sie genüsslich, jedoch beschämt; die kleine Wanderung durch die liebliche almige Landschaft beruhigte unsere aufgewühlten Gemüter; der Abend war gerettet. Für Manfred Sagl beantragen wir den höchsten Servas-Orden fürs Meistern verflixter Situationen mit unerwarteten Gästen. Wir müssen allerdings hoffen, dass wir nicht wegen ungenauer Vorbereitung ausgeschlossen werden!

Servas Die Welt zu Gast - Zu Gast in der WeltHotel ChurfirstenblickAufbruchdas alte BauernhausServas International

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Berlin inside

* von Sophie Reisinger *

Ich war von 7.-13. April 2011 in Berlin

und habe bei Berthold Breid Unterkunft gefunden. Ich wurde sehr herzlich empfangen, wurde mit vielen guten Insider-Tipps versorgt und hatte eine echt gute Zeit. Obwohl Berthold sehr beschäftigt ist, war es ihm doch wichtig mir immer wieder etwas seiner Zeit zu schenken. Habe so auch viel vom Berliner Leben abseits der Touri-Hotspots kennen lernen können und bin sehr dankbar!

Es ist für mich eine ganz besondere Qualität mit Servas zu reisen!

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