Die Welt bereisen 2024

Hallo! Ich bin Iris E., 35 Jahre alt, bin in Oberösterreich aufgewachsen und lebe seit 10
Jahren in Wien. Aufgrund eines Jobwechsels hatte ich die Möglichkeit mir eine Auszeit zu nehmen und länger zu reisen.

In Neuseeland hatte ich die Chance, 9 SERVAS Hosts kennenzulernen und Freundschaft zu schließen. Es war eine Freude all diese großartigen Menschen zu treffen und ein bisschen an ihrem Leben teilhaben zu können und auch den Alltag der Neuseeländer zu erleben.

Aber seht doch selbst:

Die Welt bereisen 2024. Thailand – Neuseeland – Thailand (PDF, deutsch)

Traveling the world. Thailand – New Zealand – Thailand (PDF, englisch)

Viel Vergnügen beim Lesen!

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Jahresschluss und Übergang

*** von Heidi ***
Das diesjährige (2024) vorweihnachtliche Servas-Jahrestreffen in Wien fand schon Ende November als Jahresschluß und Übergang ins Neue in einem kleinen und sehr feinen Rahmen im wunderbaren griechischen Lokal Achillion im 16. Bezirk statt. Dorothea und Michaela hielten aus ihrer einschlägigen Erfahrung (Doro in der Türkei und in einer langen Reihe Länder Michaela) eine Doppelconférence ab zum Thema „Servas-Frauen im Ausland lebend“ und wie Servas dabei hilft, sich im noch fremden Land heimisch zu fühlen. Es entstand dadurch eine heitere Diskussionsrunde – und durch viel Nachfragen bei mir das Gefühl, noch besser zu verstehen, was unser Verein bewirken kann. Auch durch Geschichten von den ersten alleinreisenden Frauen, die Michaela eingebracht hat, haben wir viel Neues erfahren über diese Pionierinnen.

Wenn ich selber längere Zeit im Ausland verbringen durfte, dann hat mir Servas immer geholfen, dass ich mit den Locals (Einheimischen) in Kontakt kam und viel leichter das Gefühl eines neuen Zuhauses entwickeln konnte. Ohne Servas hätte das alles viel länger gedauert. Durch Servas komme ich auch in Kontakt mit Menschen, auf die ich so in meinem normalen Umfeld nie treffen würde. Das bereichert enorm und erweitert auch den Horizont. Das Land verstehe ich nur, wenn ich mit Menschen in Kontakt bin, die eben dort wohnen.

Und noch ein Wort zur Doppelconférence: laut Michaela und Karl Farkas (und meiner sehr freien Übersetzung) heißt das: Da tun sich zwei zusammen und sprechen über etwas, das sich einer allein nicht getraut hätte. Ich freue mich auf eine Wiederholung solcher Treffen.

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Alpe-Adria Treffen 2024

27.-29. September 2024 In Banska Bystrica, Slowakei

*** von Hedwig ***

Wieder ein wunderschönes, interessantes Treffen der Servas-Community.
Diesmal in der Mittelslowakei, in der hübschen Stadt Banska Bystrica, im ehemaligen Bergbaugebiet. Bana bedeutet auf Slowakisch so etwas wie Bergwerk und bystry bedeutet schnell und bezieht sich auf den dort fließenden Bach. Also haben wir dort sehr viel über die ehemaligen Bergwerke und Bergwerksdörfer erfahren, Museen darüber besucht und erfahren, welchen Einfluss die zu Beginn der Neuzeit entwickelte Technologie zur Gewinnung von Rohstoffen auf die gesamte Gegend hatte.


Bergwerksdorf in der Mittelslowakei

Banska Bystrica, Hauptplatz

Wir, das waren 30 Menschen aus den verschiedensten Gegenden der Erde, aus Argentinien, Deutschland, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Schweden, der Schweiz, Taiwan und nicht zuletzt aus Tschechien Anna, die bei der Organisation intensiv mitgeholfen hat. Angeregt, organisiert und von langer Hand vorbereitet, hatte alles Zuzana P., Vorsitzende von Servas Slovakia, die aus Banska Bystrica abstammt und uns damit ihren Heimatort zeigte.


Anna und Zuzana

Gleich hier ein herzliches DANKE an Zuzana, die sich sehr viel Mühe gegeben hat und ein Treffen, das alle Stückerl spielte, zustande gebracht hat. Einquartiert waren wir in einem sehr bequemen Hotel, ganz nahe am Hauptplatz. Schon die Begrüßung war äußerst herzlich. Abends nach der Stadtbesichtigung, dem Bewundern der vielen Renaissance-, Barock- und Jugendstilhäuser, des berühmten Stadtplatzes mit seiner Fußgängerzone, den beiden Denkmälern, den vielen Menschen, die da promenieren und sich der schön gestalteten Grünanlagen erfreuen, trafen wir uns zum „Galadiner“ im historischen Beniczky Restaurant, wo uns nicht nur deftiges slowakisches Essen serviert wurde, sondern wir auch beste Volksmusik mit traditionellen Instrumenten wie der Riesenhirtenflöten und des „pelzigen Dudelsacks“, genießen konnten.

Am Samstag nach der Besichtigung einer 300 Jahre alten evangelischen Holzkirche, in der wir über die Schikanen der damaligen katholischen Regierung gegenüber den Protestanten erfuhren, brachte uns der Bus in das ehemalige Bergwerksdorf Spania Dolina, wo wir sehen konnten, wie die Tradition der Bergleute hochgehalten wird.


Evangelische Kirche

Abends dann gab es Essen wieder im Keller eines historischen Gebäudes, dem „Roten Krebs“. Wieder gab es viele Kennenlerngespräche und auch alte Bekannte kamen auf ihre Rechnung.

Der Sonntag war der Geschichte der Gegend und dem Museum über den Bergbau in Banska Bystrica gewidmet.
Zuzana hatte ihre Familie und Freundinnen in das Treffen einbezogen, die nicht nur als Übersetzerinnen behilflich waren, sondern uns auch mit ihrer Jugendlichkeit und Fröhlichkeit sehr erfreuten. Ich möchte mich auch an dieser Stelle bei ihnen für ihre Teilnahme bedanken.

Wieder einmal sehr gelungenes Treffen, gut organisiert und informativ auf allen Ebenen, die für uns Servas-Mitglieder wichtig sind. Nochmals vielen Dank an Zuzana Polakova und alle ihre HelferInnen.

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Miteinander unterwegs / Pathway together/ Route de l‘amitié / Sentierinsieme 2024

19.-25. Juli 2024 im Berchtesgadner Land am Hintersee

von Hedwig Seyr-Glatz

Wieder einmal durften wir dabei sein, Lorenz und ich, zum 9. Mal seit 2012. Es ist schon etwas ganz Besonderes, und man muss sich auch ein wenig anstrengen, um als Teilnehmer/In „akzeptiert“ zu werden, zum Beispiel am angekündigten 1. Februar um Mitternacht am PC sitzen und auf „Anmeldung“ klicken. Allerdings kann es auch klappen, wenn man ein paar Tage später dran ist, dann hat man auf der Warteliste doch noch eine Chance. Das ist Elisabeth und Elmar F aus Tulln gelungen. Wir waren die einzigen Österreicher/nnen, eine der Anzahl nach und sportmäßig eher schwache Gruppe, dafür umso lauter beim Musizieren, Singen und Jodeln.

An die 100 Menschen aus aller Welt, vorwiegend Europa, kamen in einem großen Haus an einem kleinen See, umgeben von mächtigen Berggipfeln, zusammen.
Diesmal in Deutschland in einer historisch schwer belasteten Gegend, dem Berchtesgadner Land. Zweck ist das Wandern über Wiesen, durch Wälder, Wildbächen entlang und auf Bergeshöhen. Drei Tage Trecking mit zwei Übernachtungen in Berghütten sind für die mittelschweren und die schwierigen Wanderungen dabei.
Aber es wäre nicht Servas, wenn nicht die Begegnung mit Menschen das Wichtigste dabei wäre. Die einen kennt man schon seit Jahren, ja Jahrzehnten (seit 1985 gibt es diese Servas Wanderwoche), man lernt aber immer auch neue, noch unbekannte kennen, man spricht über über Gott und die Welt in verschiedenen Sprachen, über die eigenen Geschichten und heutzutage leider auch über Krieg und Frieden und wie man zu letzterem dort beitragen könnte, wo Krieg herrscht.


Foto: www.hintersee.de
 

Diesmal war die Auseinandersetzung mit der deutschen und österreichischen Geschichte im Zentrum. Christine F. aus München hat uns dabei geleitet. Am Obersalzberg hatten sich Hitler und eine Menge führender Nazis bis zum Kriegsende eingerichet, und heute wird das katastrophale dort angeleitete Verbrechen in beeindruckenden, detailreichen Ausstellungen in Erinnerung gehalten.

Lorenz und ich gingen gingen diesmal bei der „Easy“-Gruppe mit und wir genossen leichte Wanderungen in der Gegend, ins Klausbachtal, zur Ramsauer Ache, zum Wimbachschloss, in den Malerwinkel am Königssee, zur Magdalenengrotte. Besonders der Besuch des Kurparks mit der Kneipp-und der Salzgewinnungsanlage in Ramsau hatte es mir angetan.

Geführt haben uns, die Easy-Gruppe, Heinz und Claudia M., denen wir an dieser Stelle ganz herzlich für ihre Bemühungen danken wollen. Sie waren bestens vorbereitet und haben umsichtig auf unsere Gruppe geschaut.
Abends erzählten dann die „Sport“wanderer den anderen von ihren zum Teil schwierigen Touren zur Litzlalm, zur Halsalm, zur Blauseishütte, zum Grünstein, zur Achenkanzel, auf die Schärtenspitze (acht Stunden meist im Regen).

Wie immer brachen die „Medium“- und „Hard“gruppen am Montag zu ihren Trekkingtouren auf und kamen am Mittwoch wohlbehalten, aber ziemlich erschöpft in der Jugendherberge in Berchtesgaden an.

Am letzten Abend gab es dort ein Zusammentreffen aller Gruppen, wieder mit Musizieren, Singen, Tanzen und Jodeln.
Ganz besonders möchte ich mich hier bei den MusikantInnen, Elisabeth F., Guido S. und Christoph T. bedanken. Christoph hat noch dazu alle seine Instrumente mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von der Schweiz nach Deutschland transportiert. Neu in der Musikerrunde war diesmal Birgit L., die uns mit viel Charme und guter Stimme einige ganz feine Jodler beigebracht hat.
Und wenn ich schon beim Bedanken bin, dann ist es höchste Zeit, dass ich das ganze Team der OrganisatorInnen und Guides hoch leben lasse: Margret K. und Brigitte R., sowie Christa G., Monika R., Arno K., Claudia und Heinz M., Christine F.

Fotos: Hedwig Seyr-Glatz
 

Den Abschluss bildete wie immer die Ankündigung des nächstjährigen Treffens, das die SchweizerInnen im Wallis organisieren werden.

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Von unserem ServasJahr die erste Hälfte:

*** von Hedwig ***

Neue Mitglieder, Treffen, Besuche und viel gelernt

* Die Pandemie samt Folgeerscheinungen ist vorbei. Es geht wieder bunt zu bei Servas.
Auffallend für mich ist die Zunahme an Kontaktgesprächen:
7 Gespräche hatte ich als „Interviewerin“, darunter eines mit einer uigurischen Familie bestehend aus vier Personen, die seit 6 Jahren in Österreich leben und Asylstatus haben.
Unsere Treffen beim Piknik im Kulturzentrum Brunnenpassage im 16. Bezirk haben sich sehr bewährt und sind in der Zwischenzeit zur Tradition geworden. Wir tauschen unsere Erfahrungen aus und reden selbstverständlich auch mit anderen TeilnehmerInnen des Frühstücks. Recht häufig erklären wir, was Servas ist und stoßen dabei auf großes Interesse.

* Im Jänner hatten wir das Glück, bei einem Wochenende in Köln von Peter H., der schon mal bei uns in Wien zu Besuch war, in seinem Wohnprojekt gastlich empfangen zu werden.

* Im Februar durfte ich in Graz, wo ich Lorenz auf seiner Gesundheitswoche besuchte, bei Christine Sch. und ihrer sympathischen Familie übernachten und ein köstliches Frühstück samt interessantem Gespräch genießen.
Im April sagten sich die beiden Schwestern Sandra und Viviana aus Argentinien spontan an und wir verbrachten einen Abend und einen Vormittag miteinander.

* Im Mai trafen wir uns mit Martine S und ihren FreundInnen aus Frankreich bei einem Heurigen in Nussdorf. Martine war bei Elisabeth und Elmar in Tulln einquartiert und genossen dort beste Gastfreundschaft samt Tulln- und Gartenbesichtigungen.

* Im Juni dann der Höhepunkt:
unsere Zugreise mit Elisabeth und Elmar nach Cesena, wo Odile und Hans zu Hause sind. Sie waren schon mehrmals bei uns in Wien und in Tulln und nun der Retourbesuch. Wir hatten eine Tauschwohnung über Homeexchange und machten mit Odile und Hans Ausflüge nach Ravenna, Cesenatico und sogar in den Appenin zur Quelle des Tiber. Vielen Dank an die beiden. Sogar zwei Konzerte konnten wir dank ihrer Umsicht besuchen.


Einen Tagesausflug per Bahn machten wir nach Ancona, wo uns Servas Freund Marneo eine interessante Besichtigungstour bot. Er war auch schon Gast bei uns in Wien und wird uns im Juli wieder besuchen. Eine Servaswoche vom Feinsten!

* Ende Juni hatten wir Melinda und Deborah, Musikbegeisterte aus Ohio zu Gast. Sie schafften es in 4 Tagen 5 Konzerte zu besuchen, beim Praterpiknik mit den Wiener Symphonikern, bei Elisabeths Ziehharmonikavorführung im Garten und beim Konzert auf der Donaubühne waren wir auch dabei.

* Am 1. Juli schneite die Familie Sarah et Vincent L. aus Lyon mit Töchterchen Capucine und zwei hochstylischen Rädern bei uns vorbei. Ein netter Beginn der zweiten Jahreshälfte mit Servasbesuch zum Frühstück.

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Online bei der SERVAS Israel Jahresversammlung

** von Traudi **

Servas Israel hatte am 22. März seine jährliche Versammlung. Dazu gab es eine Zoom-Einladung für Servas-Mitglieder anderen Länder.

Es war schön, einige israelische Teilnehmer/innen von Alpe-Adria wiederzusehen. Am Beginn erzählte eine Frau von einem Projekt in Yaruham, von einer besonderen Art von Tourismus, mit ähnlichem Ziel wie Servas, nämlich mehr Verständnis füreinander, und von weiteren  Projekten wie z.B. Schulen, Nähkursen u.ä.  Danach wurde von den Aktivitäten im letzten Jahr berichtet, unter anderem der Teilnahme am Alpe-Adria in Österreich. Der Kassier gab seinen Bericht. Eine Dolmetscherin übersetzte ins Englische. Soviel Hebräisch hatte ich noch nie gehört…

Einige Teilnehmer aus Israel, Belgien, Spanien, Frankreich und Italien waren im Zoom auch zu sehen.

Danach sprach eine Französin die politische Situation an. Claudia erzählte von Hilfe in verschiedensten Formen, die Servas-Mitglieder in Israel leisten. Wenn ich richtig verstanden habe,  wollen alle Frieden. Die peace secretary wäre auf die Frage der Französin näher eingegangen, aber Claudia musste zum nächsten Punkt des Programmes überleiten und das ZOOM-Meeting beenden.  Sie ersuchte die peace secretary ihre Gedanken aufzuschreiben, damit sie zum Bericht über das Treffen angefügt werden können.

Zum Schluss zeigte sie noch Fotos von wunderschönen Handarbeiten, die arabische Beduinenfrauen in der Nähe machen und beim Treffen anboten. 

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Einladung nach Indien

** von Gerlinde und Franz **

Wir lernten Frau Dr. Hamsavahini Singh – von uns im Weiteren Hamsa genannt – im Rahmen des letzten Alpe-Adria-Treffens in Kefermarkt (OÖ.) kennen, wo von ihr die Einladung an uns ausgesprochen wurde, an ihre Universität Banasthali Vidyapith als Native Speakers bzw. als Deutsch Unterrichtende zu kommen.

Indien bedeutete für uns ein Eintauchen in eine vollkommen andere Welt.
Hamsa war sehr behilflich, damit wir mit dieser Welt zurechtkommen konnten. Auf sie war 100%ig Verlass, nicht nur mit Insidertipps, sondern auch mit Besorgung und Reservierung von Fahrkarten, Hotels auf unserer weiteren Rundreise.
In ihrer Familie wurden wir herzlich aufgenommen und fühlten uns darin sehr wohl. Rajpal, ihr Mann, der ein sehr gutes Englisch sprach und über Politik und Gesellschaft, nicht nur in Indien, sondern auch in Europa sehr gut Bescheid wusste, war ein höchst interessanter Gesprächspartner und darüber hinaus sehr guter Koch der indischen Küche. Es war auch sehr berührend, wie einfühlsam er seine über 90jährige Mutter betreute.

Es war beeindruckend, zu erleben, was sich von der Gründeridee der Frauenuniversität Banasthali bis in die Gegenwart entwickelt hat. Hamsa erschien uns als eine der Lehrpersönlichkeiten, deren Wirken und Engagement besonders wertvoll für das Leitbild der Universität ist, nämlich eine Synthese von spirituellen Werten und wissenschaftlichen
Errungenschaften sowohl des Ostens als auch des Westens zu vermitteln.

Das Unterrichten an der Fremdsprachenabteilung, Sektion Deutsch, die Hamsa leitet, machte uns große Freude. Die Studentinnen erlebten wir interessiert und sehr offen für Neues.
Hamsa baute uns auch Brücken zu weiteren Universitäten (Udaipur und Agra), wo auch interessante Kontakte mit Professoren/Professorinnen und Studierenden entstanden und Völkerverbindung und -verständigung wunderbar gelebt und erlebt werden konnten. In Udaipur erklärten sich z.B. sogar spontan Studenten/Studentinnen nach dem Unterricht
bereit, uns die sehenswerten Plätze und Denkmäler der Stadt zu zeigen.
Durch unsere Art der Reise – individuell durch Teile von Nordindien zu reisen, hauptsächlich ermöglicht durch Hamsas wertvolle Unterstützung – bot sich uns die unschätzbare Chance, auch Einblick in indisches Familienleben zu erhalten (Familie Hamsas in Jaipur, Familie eines Professors in Agra).

Nicht zuletzt waren wir fasziniert von den einzigartigen Kulturdenkmälern der Städte, die wir bereisten: Jaipur, Jodhpur, Udaipur, Agra und Delhi. Erwähnt sei allerdings noch, dass es für uns gewöhnungsbedürftig war, bei unseren Anfahrten zu Besichtigungstouren mit dem Lärm und der Hektik auf den Straßen umzugehen. Gleichzeitig bewunderten wir die indischen VerkehrsteilnehmerInnen, wie sie sich mit unglaublichem Geschick und Kommunikation durch schrilles Hupen aus brenzligen Situationen herausmanövrierten.

Wir sind reich an Erfahrungen und Eindrücken nach Österreich zurückgekehrt:
die Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, ihre Gastfreundschaft.
Besonders berührte uns auch die Spiritualität, das Miteinander sozialer und ethnischer Bevölkerungsgruppen. Auffallend war die Buntheit und dass auch arme Menschen ihr Los mit Gelassenheit tragen, was sich für uns darin zeigte, dass sie trotz ihrer Armut in ihrer Körperhaltung und in ihrer Kleidung Würde ausdrückten.

Insgesamt ein unvergessliches Erlebnis! Schön, was durch SERVAS möglich wurde bzw. wird!

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International Meeting 2023 at castle Weinberg in Austria

*** text by Heidi and Lorenz, translation by Doro ***

Finally, after all the restrictions caused by Covid, an international Servas Meeting was possible in Austria. A brilliant predominantly female team (with expert male helpers) organized the „Alpe-Adria-Meeting“ for Oct.6-8, 2023, in the beautiful Mühlviertel region of Upper Austria.

The programme was centered on the pretty town of Kefermarkt and nearby Weinberg Castle, which boasts a beautiful church with a gothic altar; most of the participants enjoyed their accommodation within the castle’s medieval walls. During the day we reconnected with old friends and made new ones, while we explored the surroundings, for example the historic town of Freistadt and the quaint village of Ottenschlag. In the evenings we were entertained with Upper Austrian food as well as music and dance – and until October 7 there was a lot of laughing and fun.

 
The participants came from a diversity of countries – from all over Europe, from Turkey and even from Taiwan, India, Canada, as well as a large group from Israel. At the beginning there were many different discussions, but when we learned about the Hamas attack on Israel, there was only one topic: War and Peace.

As if the organizers had had a premonition of the terrible events, the visit of the city of Linz included a short prayer service on the Human Rights Square in front of the Town Hall, with singing and Hebrew texts about peace, a guided tour of historical places in the city, an organ concert in the Basilica (specially arranged for the Servas group), as well as a visit of the Synagogue.

In spite of the dramatic events that saddened everyone it was wonderful, like in all our international meetings, to meet or meet again so many different people from different countries.
Unfortunately Servas activities cannot influence big world politics; after the Hamas attack the war in Gaza started, and the conflict burns on and on – but we must not stop believing in „Peace through Friendship“!

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Wr. Monatstreffen 4.2.24

von Lorenz
Wie üblich beim Piknik in der Brunnenpassage. Viel weniger üblich dieser kurze Bericht darüber. Ein Dutzend Leute von Servas waren wir unter vielen anderen, Zugereiste wie hier üblich in der Mehrzahl. Für das Foto jedenfalls haben wir uns zusammengerottet, elf sind auf dem Foto auszumachen, bloß Inge stand auf der anderen Seite des Handys. Wer wie ich fast immer dabei ist, lernt auf diese Weise mit der Zeit so ziemlich alle Wiener ServasianerInnen und andere Leute aus vielen Ländern ein bissl kennen.

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Alpe-Adria 2023 im Mühlviertel

von Heidi

Endlich nach  all den Einschränkungen durch und während der Pandemie fand wieder ein internationales SERVAS -Treffen in Österreich statt. Dieses Mal organisierten unsere Oberösterreicher*innen dieses  Alpe-Adria-Meeting vom 6. bis zum 8. Oktober 2023 im wunderschönen Mühlviertel. 

Iris und Traudi mit ihrem großartigen Team stellten das sehr umfangreiche und abwechslungsreiche Programm rund um Kefermarkt und Schloss Weinberg zusammen. Tagsüber besichtigten wir gemeinsam mit alten und neuen FreundInnen die Gegend, das Schloss, die schöne Kirche mit dem gotischen Altar, das hübsche Städtchen Freistadt, Ottenschlag und am Abend musizierten und tanzten die Oberösterreicher*nnen, wir sangen, redeten und bis zum 7 Oktober lachten wir auch und unterhielten uns bestens.

 
Die Teilnehmer*innen kamen aus den unterschiedlichsten Ländern, sogar aus Taiwan, Indien, Kanada, aus der Türkei und eine besonders starke Gruppe aus Israel waren dabei. Es gab zuerst viele Gesprächsthemen, dann, als wir von dem Anschlag der Hamas auf Israel erfuhren, leider vor allem eines: Krieg und Frieden.

Als hätten die Organisatoren die Möglichkeit solcher schrecklicher Ereignisse geahnt, gab es bei der Besichtigung von Linz zuerst eine Andacht mit Gesang und Friedenstexten in hebräischer Sprache auf dem Platz der Menschenrechte vor dem Rathaus, dann eine spezielle Besichtigungstour vorbei an Orten, die historisch wichtig sind, schließlich ein eigens für uns Servas-Mitglieder organisiertes Orgel-Konzert im Linzer Marien-Dom und zuguterletzt einen Besuch der Synagoge.
Ich bin mit zwei sehr lieben Freundinnen aus Istanbul angereist und für mich war es wunderbar, so viele unterschiedliche Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern wieder zu sehen oder neu kennenzulernen.

Die Weltpolitik hat nach unserem Treffen nicht Halt gemacht, auf den Überfall der Hamas kam der Krieg im Gazastreifen, und der Konflikt schwelt und brennt weiter. Einmal mehr hat sich für mich gezeigt, wie wichtig „Frieden durch Freundschaft“ ist.

Ein großer Dank gebührt den beiden Haupt-Organisatorinnen Iris und Traudi und allen HelferInnen: Gerlinde, Hermine und Hans, Andreas, Eva, Walter, Reinhold, Hedwig, Lorenz, Doro. Gerlinde hat den Organisten im Dom und die Stadtführerin organisiert. Sie half auch beim Begrüßungsgeschenk-Vorbereiten, bei der Moderation am Freitag und bei der Planung für Sonntag.
Hermine und Hans, Andreas und Eva waren Dolmetscher bei Führungen im Schloss Weinberg.
Walter, Iris, Reinhold und Traudi, Lorenz und Hedwig halfen bei der Anmeldung vor Ort und bei der Betreuung der israelischen Gruppe.
Hermine und Hans halfen auch bei den Wanderungen, bei der Planung für Samstag und bei der Kirchenführung.
Walter machte die Führungen in der Kirche am Freitag und Sonntag im Dom und betreute am Samstag die Wanderung von St. Peter nach Freistadt.
Iris machte die Planung, die Anmeldungen im Vorfeld u. die Abrechnungen.
Traudi u. Iris: Quartiere u.Transport.
Traudi: Musik u. Volkstanzgruppe in Burg Reichenau, Museumsbesuch in Reichenthal, und vieles mehr, gemeinsam mit Reinhold.
Andreas organisierte den Besuch des Platz des Friedens und das Gedenken an die Opfer des Hamas-Überfalls sowie den Besuch der Synagoge.
Doro machte die Foto-Teilnehmerliste.

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