Gedicht über die Tatra-Wandertage

Servas Wanderung Hohe Tatra
20.-24.10.2015
* von Knut Werner-Rosen *

Von diesen Bergen zu singen?
Es ihnen in Worten gleich zu tun?
Was für ein Ansinnen!

Sie stehen und werfen
Felsen ins Tal – Riesenspielzeuge.
Wir, wir Menschen glauben,
wenn schon nicht mit Worten,
sie mit Füßen zu bezwingen –
ein allzu menschliches
Tun-als-ob.

Emsig, behend in Scharen, in Gruppen
übersteigen wir Flüsse aus Stein
auf Wegen und Pfaden –

und wenn wir glauben,

wir sind ihnen nahe gekommen,
ein Blick in die Höhe
belehrt uns.

Könnten die Riesen uns sehen,

ihr Lächeln wäre nachsichtig und mild,
könnten sie sprechen:
Seid geduldig und dankbar
und nehmt neben der Mühsal
unsere heiligstes Geschenk:
die Schönheit.

Die gebe ich weiter
mit diesen spröden Zeilen
Dir, Hedwig, Lorenz

und den anderen guten Geistern,
die ihr mit kundigem Sinn
uns, hier,
die Wege dorthin gezeigt.

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