Friede durch Freundschaft! Transparent-Herstellung mit Freundinnen

Hilfe! Nur mehr ein paar Tage bis zum Tatra Alpe Adria Meeting am 18.9. 2015!

Alles ist vorbereitet, aber es fehlt noch das Transparent. Damit könnten wir die Hohe Tatra auf uns aufmerksam machen! Was alles ist dafür zu tun?

Das neue Logo mit den sich umarmenden Friedentauben samt Servas in der schönen Schrift groß kopieren, weißen Stoff, Textilstifte usw. besorgen, ist mit Lorenz‘ Hilfe schnell gemacht. Aber wer macht die mühselige Arbeit des Ausschneidens, Aufmalens, Nähens? Das bringe ich alleine nie in der kurzen Zeit fertig. Da fällt mir der Tauschkreis ein. Seit ein paar Monaten bemühe ich mich mit Hilfe eines bestehenden Netzwerks namens KAESCH (steht für die bisherigen Gruppen in den Vierteln: Kabelwerk, Alterlaa, Schöpfwerk) rund um die Brunnepassage, wo ich als Freiwillige arbeite, eine Gruppe zu entwickeln. Dabei sind bisher besonders viele Menschen mit migrantischem Hintergrund, die viele Fertigkeiten anbieten und ziemlich alle Deutsch lernen und Kontakt zu österreichischen Familien haben wollen. Also jede Menge für mich zu tun. Ich rufe Galina, Krankenschwester aus Russland, und Mohadese, Musikstudentin aus Persien, die beide schon öfter bei mir waren, an: „Habt ihr Zeit mir beim Basteln zu helfen? Gleich morgen?“ Gerne, ist ihre spontane Antwort. „Kommt doch zum Mittagessen. Ich koche uns was Gutes, damit wir gestärkt an die Arbeit gehen können.“ Gesagt, getan. Auch Rohi, Mohadeses Freundin, und ihre kleine Tochter Hana, sind mit von der Partie. Die drei Perserinnen sind erst seit kurzem in Wien. Wir essen, wir plaudern, ich erkläre Galina und Mohadese zwischendurch ein paar Regeln der deutschen Grammatik, auch natürlich was SERVAS ist, wenn sie schon dafür eingesetzt werden. Sie sind beide unglaublich wissbegierig. Sie fragen viel nach unseren Sitten und Gebräuchen und sie erzählen mir von ihren Familien, ihrer Sprache, ihren Tätigkeiten. Die fünfjährige Hana spielt mit Begeisterung mit allen Spielen, die meine Wohnung zur Verfügung stellt, und genießt es endlich so etwas wie eine Oma zu haben. Die Ihre ist weit weg und für sie nicht verfügbar.

Dann machen wir uns an die Arbeit. Den Stoff zu- und die Kopien ausschneiden, die Schrift ausmessen, anzeichnen, die Farben aussuchen, die Buchstaben ausmalen und dann noch den Text dreisprachig auf drei Zeilen vorskizzieren. Das Motto: „Friede durch Freundschaft“ gefällt allen gut. Dazwischen muss ich schnell in der Slowakei anrufen, um mein Slowakisch korrigieren zu lassen, damit auch die dritte, die slowakische Zeile, richtig da steht. Alle sind konzentiert bei der Sache. Schließlich muss der Stoff noch gesäumt und ordentlich vernäht werden. Galina macht das in Windeseile. Um sieben Uhr abends sind wir fertig. Alle sind zufrieden mit dem Werk und der damit verbrachten Zeit.

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Ich muss jetzt die Arbeit der drei Frauen auf meinem Tauschkreiskonto verrechnen. Kein Problem. Nur müsste ich auch das von mir gekochte Mittagessen und meine Hilfe beim Deutschlernen aufrechnen. Und das ist mein Problem, weil mir das ganz und gar nicht gefällt. Aber das ist eine andere Geschichte! Tauschen, ja, gut, aber …jede freundschaftliche Handlung gegenverrechnen???

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