Servas-Geschichten

* von Heidi Schuster *

ich bin zum ersten mal mit servas in australien/sydney in berührung gekommen – über 2 freundinnen, die von österreich in die weite welt zogen – und ich dann nachgekommen bin.

wir waren damals meist zu 3t unterwegs – und es hat meistens funktioniert, daß wir in dieser zahl die hosts besuchen konnten: so sind wir bei familien im outback zu cricketspielen und bbq eingeladen worden, haben in kleinen städten lustige spieleabende gefeiert (auch mit bbq), sind bei hosts verschiedenster altersgruppen und lebensweisen sehr gut aufgenommen worden – von der bankerfamilie mit swimmingpool zu wohngemeinschaften.

eine unserer hosts hat gemeint: daß wir das „wirkliche“ australien kennenlernen wollten – aber servas hosts sind  anders.

seit diesen erfahrungen bin ich in canada/usa/argentinien/australien/neuseeland und natürlich in verschiedenen europäischen ländern mit servas gereist – und habe die erfahrung gemacht, daß die kurzbeschreibung in den listen wirklich nur eine kurze ist. und die unterschiedlichsten und abenteuerlichsten menschen getroffen.
ich habe sehr gute freunde durch servas gefunden – lebensfreunde. und bin während dieser zeit auch immer wieder host in wien gewesen – je nach lebenssituation.
in meiner wg zeit in der neumayergassen hatten wir sehr viel besuch – und es hat uns 3 mädl’s großen spaß gemacht, den besuchern wien zu zeigen, gemeinsam zu kochen und uns auszutauschen.

und natürlich hat es immer wieder viel zu lachen gegeben!
– ein traveller aus budapest möchte mit seiner freundin bei uns übernachten – kein problem. am telefon sagt er mir noch als erkennungszeichen (wir sprechen englisch miteinander):“it’ll be easy to recognize me – i am coming with a bird.“ bird-er kommt mit einem vogel??? ok. es haben  schon die unterschiedlichsten gäste bei uns gewohnt.

der mann der mir am bahnhof gegenübersteht trägt einen bart (=beard).  beard-bird – wir müssen herzlich darüber lachen.

ein junger künstler kommt aus polen nach wien. am telefon sagt er (als erkennungszeichen): “ ich reise nie ohne meine frau!“   was auch immer das heißen soll – er hat sich als einzelner reisender angekündigt.

am bahnhof: ein junger mann wartet dort auf mich mit einer geschnitzten frauenstatue. wunderschön gearbeitet. er reist immer mit ihr.

die letzten 2 jahre habe ich viele spannenden, witzigen, interessanten gästen die stadt gezeigt, war in der oper, in konzerten, wandern, natürlich im cafè – gehört ja auch zu wien: sachertorte und cafè. ich radle sehr gerne und viel – und freue mich immer sehr über besucher mit rad. filip – der von budapest nach berlin radeln wollte und anna&mauro, die heuer schon das 2. mal da waren: prag-wien und jetzt wien-budapest.
oder guillaume: ein junger mann aus paris der unbeding in die wachau wollte (wachau-warschau)- und ich ihn fast nach warschau geschickt hätte. hört sich mit akzent fast ähnlich an.
oder yvonne aus los angeles,die im damaligen ostdeutschland an der grenze aufgehalten wurde und völlig aufgelöst zurück nach wien kam.

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