In Dänemark und Norwegen

* von Ingrid und Tom *

Hier ein kurzer Bericht unserer letzten Reise mit Servas. Möge er vielen Menschen Gusto machen, es uns gleichzutun, auf dass Servas nicht aussterbe!

Wir hatten vor, zwei bis drei Wochen in unserem VW-Bus Skandinavien zu erkunden. Auf dem Weg in den Norden machten wir in Kopenhagen Station, wo uns Felicia und Preben für zwei Nächte aufnahmen. Da Preben selbst im Tourismus arbeitet, hatte er viele gute Tipps für uns – auch für Norwegen!


Norwegisches Frühstück

Dort besuchten wir südlich von Oslo Leif und Anne-Beth sowie ihren kanadischen „Workawayer“ Gareth. Zum Glück hatten wir unsere Schlafplätze im Bus, denn Gareth wohnt schon seit Monaten in Leifs und Anne-Beths Gästezimmer und hilft ihnen für Kost und Logis bei allen anfallenden Arbeiten. Uns war aber nur wichtig, Kontakt zu Einheimischen zu haben und viel über das Leben in Norwegen zu erfahren, also parkten (und übernachteten) wir in ihrer Einfahrt und freuten uns über die gemeinsamen Mahlzeiten und die „Fragestunde“. Wir wurden im korrekten Verzehr des typischen braunen Käses unterwiesen, durften Moltebeerenmarmelade kosten und verglichen vor allem das Leben in Österreich mit dem in Norwegen und in Kanada. Obwohl wir nur eine Nacht dort verbrachten, hatten wir das Gefühl, uns von guten alten Freunden zu verabschieden. Diese Herzlichkeit werden wir nie vergessen!

Ebenso gut nahmen uns Dag Eirik und Tora auf der Insel Stord auf. Es war eine Freude zu sehen, mit welchem Genuss Dag Eirik seine beachtlichen Deutschkenntnisse einsetzte. Wer freut sich denn nicht, wenn jemand ihre/seine Muttersprache so offensichtlich liebt? Genauso viel Herzblut steckt Dag Eirik in Nynorsk, die weniger verbreitete Variante des Norwegischen. Wir verdanken ihm viel Information über diese Sprache, die neben Bokmal (dem Dänischen sehr ähnlich) in Norwegen gesprochen wird. Genauso wie über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Schwedisch, Dänisch und den beiden norwegischen Sprachvarianten.

Außerdem war es faszinierend, herauszufinden, wie viel Wortschatz diese skandinavischen Sprachen mit Deutsch gemeinsam haben.
Wir haben jedenfalls Land und Leute liebgewonnen. Die ruhige, gelassene und freundliche Art der Menschen im Norden begeistert uns genauso wie die schöne Landschaft. Und wir sind uns einig: Ohne Servas bliebe vieles an der Oberfläche, wie in einer Hochglanz-Tourismusbroschüre, aber dank unserer sympathischen Gastgeber(innen) durften wir tiefere Einblicke gewinnen!

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Ein Kommentar zu In Dänemark und Norwegen

  1. Hedwig Seyr-Glatz sagt:

    Danke für euren informativen, lebendigen und aussagekräftigen Reisebericht.
    Sowas hilft sehr gut, wenn man/frau neu in der Organisation ist und ermutigt auf Servas-Art zu reisen.

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